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Im 45. Jahr des Bestehens wurde das Schulhausmuseums Hollingstedt nach längerer Umbauphase erneut eingeweiht. Mit einem kleinen Festakt am 20. Mai 2011 und hohem Besuch wurde die Neugestaltung des Gebäudes, an der viele freiwillige Helfer mitwirkten, im Museumsgarten gefeiert. Viel ist in den vergangenen Monaten über die Ausstattung des historischen Schulhausgebäudes mit neuen Fenstern und einer neuen Haustür im Rahmen des Konjunkturpaketes II berichtet worden.
Dass sich umfangreiche Arbeiten im Inneren des Gebäudes anschlossen, blieb jedoch lange im Verborgenen. Weil ohnehin schon alle Räumlichkeiten von Bauarbeiten betroffen waren, entschlossen sich der Förderverein Schulhausmuseum e.V. und die Gemeinde Hollingstedt, diese Gelegenheit zu nutzen, um lange gehegte Wünsche, etwa nach historischen Innentüren, endlich zu realisieren. Zeitgleich entstand im Museumsgarten ein neues Abstellgebäude und die baufälligen Garagen aus den 1960er Jahren konnten entfernt werden. Nahezu alle diese Arbeiten wurden über den langen Zeitraum von 1 ½ Jahren in Eigenleistung mit dem großen Engagement von freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern ausgeführt. Mit einem kleinen Festakt am 20. Mai 2011 konnte nun die Wiedereinweihung des Museums bei bestem Wetter im Museumsgarten gefeiert werden. Der Förderverein Schulhausmuseum e.V. und die Gemeinde Hollingstedt begrüßten Herrn Landrat Bogilav-Tessen von Gerlach, den Bundestagsabgeordneten Wolfgang Börnsen, Johannes Callsen, MdL, den 1. Kreisrat Ulrich Brüggemeier, die Kreistagsabgeordneten Dr. Sabine Sütterlin-Waack und Timo Kux, die amtsangehörigen Bürgermeister/-innen sowie 50 weitere Gäste, unter ihnen viele ehrenamtliche und freiwillige Helfer und die Vorsitzenden der Hollingstedter Vereine und Institutionen. Landrat von Gerlach brachte zum Ausdruck, dass das Hollingstedter Schulhausmuseum ein Unikat in der Museumslandschaft des Kreises Schleswig-Flensburg und in Schleswig-Holstein ist: “Die Gemeinde Hollingstedt bemisst dem Museum einen großen Stellenwert bei, indem sie in finanziell engen Zeiten hier investiert. “ Dem Museumsleiter Gerd Gramlow und seiner Frau Wiebke wurde große Anerkennung dafür ausgesprochen, den Grundstein für dieses Museum gelegt zu haben und dieses bis heute als Museum des „Begreifens“ zu betreuen. Wolfgang Börnsen: „Diese Restaurierung eines Denkmals ist beispielgebend. Ich werde diese Woche der Bundeskanzlerin in Berlin mitteilen, dass ich das schönste historische Gebäude mit energetischen Maßnahmen zukunftssicher restauriert, in Hollingstedt mit eingeweiht habe.“ Die Gemeinde Hollingstedt hat Danke zu sagen an alle, die ohne mit der Wimper zu zucken ihr Fachwissen, ihr Können, ihre Werkzeuge und Werkstätten und insbesondere ihre wertvolle Freizeit für dieses Projekt eingebracht haben. Besonders hervorzuheben ist das hohe Engagement unseres Gemeindearbeiters, Herr Hans Hagge-Horstmann, der über Winter den Umbau in Inneren des Gebäudes vollzogen hat. Aus dem Bauausschuss heraus planten Heinz-Erwin Käding und Jens Hansen, Hans Hagge-Horstmann und Norbert Rubien die verschiedenen Baumaßnahmen, die Werkstatt von Jens Hansen wurde zum ständigen Arbeitsfeld, etwa wenn Volker Steinhagen in mühseliger Kleinarbeit acht historische Türblätter jeweils 15 Stunden lang von alter Farbe befreite oder Baumaterial vorbearbeitet wurde. Die historischen Türblätter für die Flügeltüren stammen aus dem Bestand von Sven Jansen, der ebenfalls in größerem Umfang Arbeitsmaterialien zur Verfügung stellte. Für Farbe und Tapeten sorgte Ulrike Jansen, sie tapezierte und strich darüber hinaus die Innenräume. Immer wieder übernahmen Gerd und Wiebke Gramlow Ausbesserungsarbeiten und die Museumsgestaltung, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Der jüngste Helfer ist Simon Dwenger, der am Tag der Einweihung seinen 16. Geburtstag feiern konnte. Um das „leibliche Wohl“ hat sich Timo Kux verdienst gemacht. Der Osterhof Catering versorgte über viele Wochen hinweg die Helferinnen und Helfer mit Mittagessen. Auch die Gaststätte „Zur Doppeleiche“ hatte hieran ihren Anteil. Thomas Gramlow erarbeitete einen neuen Flyer, der ab sofort ausliegt. Hier nun die Namen aller Helferinnen und Helfer: Norbert Rubien, Jens Hansen, Sascha Schalow, Holger Knutzen, Hendrik Huß, Willi Grünwald, Hauke Dwenger, Jan Sierts, Ingo Huß, Sönke Huß, Volker Huß, Simon Dwenger, Ulrike Jansen, Heinz-Erwin Käding, Timo Kux, Hans Hagge-Horstmann, Marcus Hoffmann, Thorsten Wilke, Uwe Dircks, Maik Duppke, Uwe Bieler, Jan Purra, Heiko Braun, Rüdiger Rewoldt, Volker Jenner, Arne Bülow, Johann Bülow, Volker Steinhagen, Uwe Bülow, Irmi Schönfuss, Elke Knutzen, Antje Hansen, Karin Steinhagen, Anke Eggers, Andrea Schmidt, Margret Muhl, Petra Bülow, Gerd und Wiebke Gramlow. Mit Britta Clasen-Wilke hat das Schulhausmuseum seit kurzem eine verlässliche Reinigungskraft. Der Dank schließt die am Bau beteiligten Firmen aus der nahen Region mit ein: Tischlerei Claus Hansen & Sohn in Hollingstedt, Baudienst Peter Hoffmann aus Silberstedt, Dörpstedter Farbstuv Meisterbetrieb Olaf Heuer, Bagger-Betrieb Gerd Paulsen in Ostenfeld, Schrotthandel Rüdiger Rewoldt Hollingstedt, Heizungsbau Gerhard Langer und Dachdeckerei Christiansen und Nissen aus Silberstedt sowie das Planungsbüro Mumm & Partner aus Bergenhusen. Mit dieser Sanierung erstrahlt eines der schönsten historischen Gebäude in unserem Dorf in neuem Glanz. Es ist nicht nur unser aller Eigentum, sondern ab sofort auch ein Denkmal dafür, was eine funktionierende Dorfgemeinschaft leisten kann. Jetzt bleibt zu wünschen, dass viele Menschen unser Museum besuchen und sich von Gerd Gramlow auf eine wundervolle Zeitreise mitnehmen lassen. Während des Storchenfestes am Sonntag, den 10.Juli 2011 kann der prachtvolle Umbau besichtigt werden. Ansonsten ist das Museum für Einzelbesucher jeden Mittwoch zwischen 16:00 und 18:00 Uhr geöffnet. Gruppen melden sich bitte bei Familie Gramlow (Tel. 04627 212) an.


